Dredg – um das gleich im vorhinein zu sagen – hat meinen Geschmack nicht auf den Kern getroffen, was sie wahrscheinlich bei keinem getan hat. Denn über die Jahre hat sich der Stil der Band sehr geändert und auch Titel auf Alben erregen bei mir doch sehr unterschiedliche Gedanken. Von Bää bis Uuuh – Geil.

Das Neue Album – Chuckles And Mr. Squeezy

Mit ganz hässlichem Album Cover wie ich find.

Während ich das schreib hör ich mir die CD. an. Aber ich weiß jetzt schon, dass es mir schwer fällt darüber irgendwas zu berichten.
Dredg probiert viel rum. Sehr viel, meiner Meinung nach zu viel. Wenn man eine Richtung gefunden hat in der man sich wohlfühlt dann soll man dabei bleiben und seine Gefühle, Meinungen, Hoffnungen reinpacken. Das ganze Album geht runter und an mir vorbei wie Wasser. Aber bevor ich aufs Album endgültig eingeh.

Die Band bisher – Das heißt ab dem Zeitpunkt wo ich sie höre. Das wären die beiden Alben:

„Catch without Arms“ & „The Pariah, The Parrot, The Delusion“:

Beides Alben bei denen ich einige Lieder mag – andere ganz gern weiterschalte. Im Vergleich würd ich Catch without Arms den Vorzug geben. Darauf sind auch die bekannteren der Lieder.

Bei so ziemlich alles ihrer Songs, geht es mir so, dass ich den Gesang verfluche sobald er einsetzt.  Jamais Vu oder das Namensgebende Catch without Arms sind beides Beispiele wo mir das Intro besser gefällt, wie der ganze Rest.
Denn ihre Instrumente können sie ja spielen. Aber all die Kunst am Einzelinstrument, verschwimmen in ihren Songs und ergeben ein Mischmasch aus dem ich keine klare Linie raushören kann. Nichts woran ich mich festhalten kann.

Im neusten Album gehts mir ganz genau so. Alles dreht sich. Jedes Instrument spielt einen Dauerloop. Der Gesang ist zu unprägnant um in mir eine Nachricht zu hinterlassen. Die Melodie davon mehr wie ein Schlaflied. Die Stimme des Sängers ist im neuen Album besser eingebunden. Seltener wirkt die Stimme so gepresst wie früher. Trotzdem fehlt mir Charakter darin. Es ist aber auch viel verlangt. Wer hat schon eine Stimme wie Jonny Cash.

Insgesamt macht mich die Musik unruhig. Nicht weil sich im Lied zu viel verändert sondern zu wenig. Ich finde keinen Höhepunkt. Soweit ich aus einem Interview rausgelesen hat die Band auch keine richtige Meinung zu ihrer eigenen Musik, zu ihren Texten. Aussagen wie: „Sie ist frei interpretierbar“ – lösen bei mir immer schaudern aus. Jeder kann etwas anderes aus Geschichten lesen, etwas anderes in einem Lied entdecken. An etwas anderes denken und fühlen. Aber es gibt nur einen Grund warum ich ein Lied schreibe. Selbst wenn es mehr sind, sollte ich mich daran erinnern können. Diesen Blog gibt es nur aus einem Grund, auch wenn es inzwischen 10 mehr gibt und jeder der hier vorbeikommt einen anderen hat ihn zu besuchen.

Fazit: Ist nun doch noch zum Verriss geworden, hatte ich gar nicht so geplant, denn ich wollte nicht sagen das ihre Musik generell schlecht ist. Aber die Stücke von Dredg eignen sich meiner Meinung nur der Ergänzung einer guten Playlist. Gerade die Stücke aus Catch without Arms, sind eine nettte Abwechslung, denn Dredgs Musik ist eigentartig. Hier noch die Beiden Cover der Alben

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