(Für die Schule macht unsere Klasse einen Pressespiegel, jede Woche wer anders aus einer Zeitung seiner Wahl)

Diese Woche ich. Mich zwingt niemand das hier zu veröffentlichen, ich finde es bloß unangenehm wenn solches erstelltes Wissen über ein Thema im Schulalltag untergeht und 3 tage später wieder vergessen wird. Deshalb speicher ich das hier öffentlich ab. Außerdem ist es angehnehmer seine Gedanken im verhinein schonmal ausformuliert zu haben.

Über die Jugendkriminalität in London.

1. Aussage des Berichts  (Quelle: F.A.Z. Samstag, 10, Januar 2009 Nr.8 S.3 von Johannes Leithäuser – Die Kindersoldaten von London)

Dem Aufmacher der Rubrik Politik wird eine ganze Seite gewidmet. Der Bericht erzählt von diversen Hilfseinrichtungen und weißt mithilfe derer Aussagen, Statistiken und Forschungsergebissen auf die Problematik der steigenden Jugendkriminalität hin.

Es werden verschiedene Hilfseinrichtungen begleitet. Der Staat nimmt eine extra Rolle ein. Mit einem 2008 gewählten, modernen Bürgermeister nimmt man sich der Sache an, erhöht Polizeistreifen, Razzien und unterstützt sogar Präventivmaßnahmen.

Im Mittelpunkt steht die Hilfseinrichtung „Kids and Company“ unter der Leitung der Psychotherapeutin Camelia Batmangelidijh, die den Kindern ein neues Zuhause und eine Familie bieten will.

Anhand dessen wird beschrieben wie Kinder, die gewaltätig sind, oft ihre Eltern verloren haben und in Gangs versuchten Wärme zu finden, resozialisiert werden sollen. Der Erfolg dessen wird nicht vom Redakteur beschrieben, allerdings wird sowohl die Gefühlswelt der Betreuer als auch die der inzwischen meist jugendlichen Straftäter dargestellt.

Die Leiterin „benutzt das Wort „Kinder- Stadtsoldaten“ für jene ihrer missbrauchten, misstrauischen Schützlinge, die auf andere mit Messern stechen und mit Pistolen schießen.“ (Zitat: 4. Absatz-Mitte). Sie vergleicht deren Wille zum töten, mit dem von Terroristen: Beidesmal rühre er daher, dass es nichts mehr gäbe wofür es sich zu leben lohnt.
Belegen will sie das mit tomographischen Hirnquerschnitten, die beweisen sollen das vernachlässigte Kinder gefühlslos und „auf Terror programiert“ sind.

Fakt ist: In England ist die Zahl der erschossen/erstochenen Jugendlichen gestiegen. Allein in London sind es 29, in ganz England 70. ( 2008 )
Das Mag sich nach wenig anhören, einen Vergleich kann ich leider nicht präsentieren, aber wenn man sich einmal klar macht wie Medienwirksam ein einzelner solcher Fall ist und wie das normalerweise in den Medien hochgekocht wird, bekommt die Zahl zurecht einen alamierenden Charakter.

2. Kritik

Sehr gut an dem Bericht hat mir der zuhörende Stil gefallen. Kein von der Zeitung bezahlter Fachmann sondern Zeitzeugen, Betroffene werden interwievt und ihnen wird eine Möglichkeit gegeben öffentlich auf das Problem hinzuweisen. Die Statistiken sind vom Anteil her kleingehalten worden.
Stattdessen werden viele Möglichkeiten genannt mit dem Problem umzugehen.
Was mir fehlt wäre ein internationaler Vergleich oder ein Bezug auf die Deutsche Situation.

Der Bericht weißt subjektiv auf ein aufkomendes Problem hin das sich auch in Deutschland ausbreiten könnte. Deutsche Hauptschulen haben bereits als soziale Brennpunkte auf sich aufmerksam gemacht und führt man diese Entwicklung weiter könnte es sich zu einer Situation wie in England entwickeln.

3. Ausblick auf Deutschland (selbe Zeitung S.29 Regina Mönch – Insolvenz der Schulen – Feuilleto)

Schulen im Berliner Bezirk Mitte und Umgebung haben einen Brief an das Bürgermeisteramt von Berlin geschrieben.
Die Rektoren unterschrieben, dass sie als Schulen ihrem Bildungsauftrag nicht nachkommen könnten, denn das Gebiet rund um die deutsche Landesregierung is ein sozialer Brennpunkt.

Sie bedanken sich für die 50 mil. € die ihnen für die Restaurierung der Schulen zugekommen sind, weisen aber gleichzeitig darauf hin das es trotzdem an vielem mangelt. An neue Lehrer wurde dabei noch gar nicht gedacht es ging um so banale Sachen wie einem Hausmeister oder einer Sekretärin.

Warum sie aber dem Bildungsauftrag nicht nachkommen können machen sie nicht an dem Zustand der Schulen, sondern vielmehr an den Verhältnissen im Stadteil fest.

70% der Schüler an Grundschulen haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Eine neue Sprache zu lernen ist schwer wenn keine Unterstützung von Zuhause kommt. An den weiterführenden Schulen sieht es nicht viel besser aus, als Deutscher ist man in der Minderheit und der großteil der Migranten-Kinder(2/3) kommt aus Sozial schwachen Familen.

Was werden die Folgen sein. Die Eltern die ihren Kindern etwas besseres bieten wollen ziehen weg, dadurch verstärken sich natürlich die Probleme in Berlin. Gewalt, Armut, Arbeitlosigkeit, denn einen Job bekommen ohne irgendeine Schulausbildung vorweißen zu können ist schier unmöglich.

Sicher, das Problem steckt noch in den Kinderschuhen, aber die Frage ist doch ob wir da nicht auf die gleichen Zustände wie in London zusteuern und viel wichtiger, ob wir nicht etwas dagegen unternehmen wollen.
Ohne als Moralapostel dazustehen zu wollen. Aber man sollte sich eben bewusst machen das es auch in Deutschland soziale Brennpunkte gibt und diese ja nicht nur in Berlin.

So(warscheinlich etwas kürzer) werd ich das dann auch vortragen inner Schule.
Morgen oder hoffentlich doch erst Mittwoch.
Letzte Frage: warum sind das so verflucht viele Wörter geworden.

Nachtrag:  13 Punkte also ne 1- hey cool xD 13 punkte sind ja fast ne 1 *.* und sowas gehts auf Gymnasium XD.

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